Samtgemeindeverband Hambergen

CDU-Antrag zum Wasserproblem in Hambergen

Schon seit geraumer Zeit beschäftigt sich die CDU-Gemeinderatsfraktion Hambergen mit der Wasserführung in und um den Ort und mit den Überflutungen, die im letzten Jahr zu schwerwiegenden Folgen führten.

Um dieses Problem nun endlich einmal konkret anzugehen, hat die CDU im Hamberger Rat einen Antrag gestellt, in dem sie einen Lösungsansatz für die Behebung der Überflutungen im Ortskern darstellt.

Nachfolgend ist hier der CDU-Antrag zur Entwässerungssituation in Hambergen angeführt.

Hambergen, 15.01.2015

Entwässerungssituation in Hambergen Bau eines Entlastungskanals für den Ortskern

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Brauns,

seit Jahren beschäftigt sich Rat und Fraktion der Gemeinde mit der Oberflächenentwässerung im Gemeindegebiet und vorrangig im Ortskern. Der Landkreis Osterholz verweist zudem auf die erforderliche Erstellung eines Generalentwässerungsplanes.

2014 wird das Gemeindegebiet von 3 Starregenereignissen getroffen. Diverse Privathaushalte und Geschäftsräume wurden überflutet und die Ortsfeuerwehr musste zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Die Betroffenen fordern daher zu Recht baldige und ausreichende Lösungen.

Neben der erfolgten Maßnahmen wie Kanalsanierung Schulstraße oder Teilverrohrung des Streekgrabens, um nur einige Maßnahmen zu nennen, ist nun im Gemeindehaushalt 2015 ein Ansatz von 300.000 € für die Schaffung eines Entlastungskanals vorgesehen.

Die Maßnahme sollte aus unserer Sicht jedoch noch einmal überdacht werden.

Begründung:

Eine dauerhafte Entlastung des Ortskernes bei Starkregenereignissen ist dann zu erwarten, wenn bei Vorflut für den Streekgraben und somit für die Ortsmitte Hambergen sichergestellt.

Der Bau eines Entlastungskanals mit Einleitung in den Streekgraben würde zwar dazu führen, dass die Wassermengen, die sonst in Richtung Ortsmitte fließen, weniger werden, der Streekgraben aber eine zusätzliche direkte Einleitung erhält und die Vorflut für die Ortsmitte Hambergens nicht verbessert würde.

Antrag:

Wir beantragen daher alternativ zu untersuchen, ob der Bau von Regenrückhaltebecken / Entlastungsbecken im Unterlauf des Streekgrabens (vor der Einmündung in den Butterweidengraben) nicht wirkungsvoller ist, als der Bau eines Entlastungskanals. Hierzu müssten auch die bisher nicht bekannten Wassermengen aus dem Gebiet Kiebitzsegen einschließlich der Photovoltaikanlage  sowie die angrenzenden Flächendes Butterweidengrabens ermittelt werden.

Für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger sollten wir alle Alternativen auswerten, bevor ein teurer Schnellschuss dennoch keine Abhilfe schafft.


Mit freundlichem Gruß

Arend Wehmann
(Fraktionsvorsitzender)



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